Ehrensenatoren

Um Ehrensenator der Fidelio zu werden, werden folgende Eigenschaften benötigt.
– der Spaß am Karneval
– das Bedürfnis an Geselligkeit
– den Drang, den Verein zu unterstützen
– Kontakte zu anderen Vereinen und Organisationen aufzunehmen und zu pflegen.
Wenn einige dieser Kriterien erfüllt werden, kann eine Ernennung zum Ehrensenator erfolgen. Der erste Ehrensenator wurde vom Verein ernannt, danach wurde die Ernennung von neuen Senatoren, in Absprache mit den Präsidenten, vorgenommen. Seither werden jedes Jahr neue Ehrensenatoren auf dem Senatorenball ernannt.

Ehrensenatoren der Gesellschafft

Name:aus:ernannt zum Senator:
Wilhelm Brunswick Moers 1977
Ulrich Ruthenkolk Moers 1978
Rudolf Apostel Moers1979
Ulrich Lauff Moers 1990
Karl-Heinz Tenter Moers 1993
Otfried Kinzel Moers 1996
Mohammad Nasser Moers 1996
Dr. Hans Nühlen Moers 1997
Manfred Winter Moers 1999
Knut Giesen Moers 2000
Dr. Thomas Schrix Moers 2001
Horst Stoffele Moers 2002
Erich Kümper Moers 2004
Mike Bengel Duisburg 2005
Giovanni Malaponti Moers 2006
Dr. med. C. Chylarecki Moers 2006
Dr. Christian Lettmann Moers 2006
Burkhard Himmerich Moers 2008
Dr. Mike Scheibel Moers 2009
Michael Birr Moers 2010
Axel Schroff Moers 2011
Thomas Trenner Krefeld2012
Dr. Thomas Klein Moers 2013
Michael Zajuntz Moers 2014
Christian Behrens Moers 2015
Detlef Klotz Duisburg 2016
Ralf Wittig Duisburg 2016
Dr. Dr. Philipp Heugel Moers 2016
Dirk Elfgen Moers 2017
Klaus Kebernik Moers 2018
Martin BarthMoers 2019
Andreas SchollmeierMoers 2020
Stipe MazdarMoers 2020

Bilder des Senatorenballs von 1984

Chronik der Senatoren:
Die KG Fidelio ist die älteste Karnevalsgesellschaft in Moers. Bereits einigen Jahren nach ihrer Gründung beschloss das damalige Präsidium unter seiner Präsidenten Franz Schmitz, einen Moerser Bürger zum Ehrensenator der Gesellschaft zu ernennen, der einen wesentlichen Anstoß zur Auswahl der Moerser Farben schwarz-Gold als Farben für die Fidelio vorgeschlagen hatte. Es war der damalige erste Bürgermeister der Stadt, Bürgermeister Albin Neuse. Im Rahmen einer Prunksitzung im Hause Kliver in Moers-Asbergnahm er seine Auszeichnung dankend an und versprach zugleich, einen zweiten Senator für die nächste Session vorzuschlagen, damit er nicht alleine bliebe. Johannes Minrath vom Autohaus Minrath wurde nach Albin Neuse der zweite Ehrensenator der Fidelio. Ihnen folgten in der nächsten Jahren Peter Schulte; Josef und Jürgen Ertl, um nur die ersten zu nennen. Sie unterstützten die nicht leichten karnevalistischen Anfänge in Moers mit Rat und Tat, insbesondere auch in materieller Art. Die Gesellschaft bedankte sich bei den Gönner mit der Stiftung eines Senatorenordens, mit Mütze und Fliege in den Moerser Farben.
Der Grundstein Für ein besonderes gesellschaftliches Ereignis in Moers wurde im Jahre 1976 mit dem ersten Senatorenball im Restaurant Berghof in Moers-Schwafheim, der heutigen Seerose, gelegt. Ein ausgewogenes Programm, wobei der Tanz nicht zu kurz kam, ließ bei den Senatoren, bei den Ehefrauen und Partnerinnen und bei den Gästen Freude und Fröhlichkeit aufkommen. Da der Raum im Berghof relativ klein war, saßen die Gäste recht eng beisammen, was jedoch eine besondere familiäre Atmosphäre schuf und den Begriff “Seanatorenfamilie” prägen ließ. “So ein Tag, so wunderschön wie heute” erklang häufig in dieser Zeit der Senatorenbälle im Berghof. Leider konnten die Senatoren ihren Ball nur einige Jahre in Schwafheim feiern, weil die Gemeinschaft inzwischen so gewachsen war, dass man sich nach einem neuen Domizil umschauen musste. So entschlossen sich die Senatoren wirklich schweren Herzen, den Senatorenball 1980 erstmals im Kulturzentrum Rheinkamp zu feiern, wobei sie nach einigen Jahren feststellten, dass es absolut die richtige Entscheidung war und die neuen Räumlichkeiten dem Charakter eines Balls entgegen kamen. Mit dem Ortswechsel konnte sich der Senatorenball auch erst zu den besonderen gesellschaftlichen Ereignis in Moers entwickeln. Es verwunderte daher nicht, dass in manchen Jahren der Folgezeit zwei Kandidaten in der Session zu neuen Senatoren ausgezeichnet wurden, weil das Interesse so groß war.
Heute ist der Ball der Ehrensenatoren der Fidelio zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Leben der Stadt Moers geworden. Zur angenehmen Tradition hat sich auch die Mitwirkung der Ehrensenatoren am Nelkensamstagszug entwickelt. Im Jahre 1979 beteiligten sich die Senatoren auf Initiative von Neu-Senator Kurt Arimont erstmalig mit einem eigenen Wagen. Viele Jahre wurde der Wagen im Haus des früheren Senator Erich Driesen gebaut und schon die Beladung des Wagens geriet zu einem besonderen Fest mit Reibeplätzchen und allerlei Getränken.
Seit Mitte der 90iger Jahre findet die so genannte “Wageneinweihung” mit Beladung in den Hallen der NIAG statt. Das familiäre Ereignis wird damit in angenehmer Weise fortgesetzt. Mitsenator Otfried Kinzel schaffte dafür die Voraussetzung.
Auch außerhalb der fünften Jahreszeit wird die Geselligkeit unter den Senatoren gepflegt. Sie treffen sivh vier bis fünf Mal im Jahr zu ihren Senatorenbesprechungen und stimmen über wichtige Entscheidungen demokratisch ab. Dass alles in freundlicher und fröhlicher Runde abläuft, versteht sich von selbst.
Darüber hinauswerden gerne die Ehefrauen und Partnerinnen beteiligt, wenn es darum geht, Sommerfeste zu feiern oder Tagesfahrten zu unternehmen. So ermöglichte Mitsenator Uli Lauff die Besichtigungsfahrt zu den Fordwerken in Belgien, der damalige Senator Enno Onken lud zu einer Besichtigung seines Werkes ein (heute Oetker), wobei ein gemütlicher Teil mit Essen und Trinken folgte. Mitsenator Kurt Arimont organisierte eine Werkbesichtigung bei der Firma Miele in Gütersloh, die auf großes Interesse bei den Senatoren und vor allem bei ihren Begleiterinnen stieß.
Fortsetzung fand die Reihe der Werksbesichtigungen mit einer Einladung des damaligen Mitsenators Jochen Penzel in die Königsbrauerei nach Duisburg-Beek. Auf eine lehrreiche Führung durch die Braustätte folgte die “menge”reiche Verkostung der Endprodukte mit einem herzhaften Mahl.
Mitsenator Jochen Penzel war es auch, der in die König-Arena nach Oberhausen einlud. Nach einem guten Abendessen erlebten die Senatoren in der VIP-Lounge die Nokia Night of Promis.
Ein wunderschönes Erlebnis war auch die Besichtigung des WDR in Köln auf Einladung des Mitsenator und damaligen Unternehmens-Sprecher des WDR und heutigen Chefredakteurs der NRZ Rüdiger Oppers. Das Ereignis war bestens organisiert, der anschließende Umtrunk mit Imbiss im “Allerheiligsten” des WDR eine besondere Auszeichnung.
Die regelmäßig unregelmäßig stattfindenden Grillfeste sind teilweise als legendär zu bezeichnen, insbesondere die früheren im Garten bzw. auf dem Hof unseres Mitsenator Kurt Arimont. Sie trugen zur Festigung der Gemeinschaft bei, zum Gedankenaustausch und zum näheren Kennenlernen der “Neuen”. Über feuchtfröhliche Stimmung zu später Stunde schweigt des Chronisten Höflichkeit.
In beeindruckender Erinnerung bleiben auch die Grillfeten beim Mitsenator Dr. Bernd Hülsen in seiner wunderschönen Gartenlandschaft und beim damaligen Mitsenator Ossi Bruch in seinem Vergnügungspark im Centro Oberhausen. Ein Erlebnis war hier die mitternächtliche Fahrt im Riesenrad.
Allen einladenden Senatoren gebührt unser herzlicher Dank, aber auch unserem Mitsenator Otfried Kinzel, der alles Fahrten hervorragend organisierte.
Nach etwas längerer Pause haben wir das sommerliche Treffen der Senatoren mit ihren Frauen aufleben lassen und waren zu Gast bei unseren Mitsenator Erich Kümper. In den Räumen seiner Wein_Großhandlung “Bührmann Weine” erlebten wir unter seiner fachkundigen Moderation eine fantastische Weinprobe und damit einen wunderschönen Abend.
Mitsenator Horst Stoffele lud 2013 alle Senatoren mit Damen zu einem Sommerfest in seine weitläufige Gartenanlage ein. Neben Gesprächen an See mit Karpfenfütterung erlebten wir einen wunderschönen Abend bei gutem Essen und reichlichen Getränken.
Zur Begeisterung vieler Senatoren und ihrer begleitenden Damen fand das Sommerfest 2013 eine Fortsetzung im darauf folgenden Jahr. Der Dank gebührt Horst Stoffele, seiner Ehefrau Gerlinde und allen fleißigen Mithelfern. In den letzten beiden Jahren wurde zwar der Versuch unternommen, wieder ein Sommerfest zu veranstalten. Das scheiterte allerdings leider an einem zu geringen Interesse.
Erwähnenswert ist, dass aus den Reihen der Senatoren der Fidelio drei Karnevalsprinzen und etliche Minister hervorgegangen sind. den Reigen als Prinz eröffnete im Jahre 1965 Erich Hoffmann, 1973 schwang Günter Zunker das Narrenzepter und 1984 folgte Kurt Arimont.
Vielleint ist es bald an der Zeit, einmal einen Prinzen aus unseren Reihen präsentieren zu können.
Der Chronist möchte nachtragen, dass es in der Gesichte der Fidelio Ehrensenatoren auch einmal ein weibliches Mitglied gegeben hat. Sie blieb viele Jahre standhaft die einzige und hoffte auf frauliche Verstärkung in der Senatoren-Riege. Als diese auch nach langem, langem Zuwarten ausblieb, warf sie das Handtuch und kehrte der Senatoren-Männerwelt den Rücken. Übrigens war sie einmal Karnevalsprinzessin in der Grafschaft Moers.

gez. Uru (Chronist)